Loading

Slzii.com Search

https://rathaus-marl.de

Stadt Marl
Stadt Marl Skip to content Stadt Marl Start Aktuelles Treffpunkt Neue Stadtmitte Marl Historie Chronologie Architektur Daten & Fakten Materialien Service Impressum Datenschutzerklärung UNSER RATHAUS.UNSER ZENTRUM.UNSER MARL. UNSER RATHAUS.UNSER ZENTRUM.UNSER MARL. AKTUELLES Rathaussanierung macht weitere Fortschritte 22.11.2025 Die Sanierung des Marler Rathauses schreitet trotz neuer Herausforderungen weiter voran. Wie der aktuelle Sachstandsbericht für die 36. Sitzung der Lenkungsgruppe zeigt, konnten im zweiten und dritten Quartal 2025 wichtige Bauarbeiten erfolgreich abgeschlossen oder entscheidend vorangebracht werden. > weiterlesen FAQS ZUR RATHAUSSANIERUNG Warum wird das Marler Rathaus saniert? Welche Fördermittel erhält die Stadt dafür? Und wie wird über die Sanierung informiert? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es ab sofort hier: 1. Warum wird das Marler Rathaus saniert? In den vergangenen Jahren hat der Zahn der Zeit unermüdlich am Rathaus genagt und deutliche Spuren an den Fassaden und im Innern hinterlassen. An der Gebäudehülle (Dach, Fenster, Fassaden) lagen erhebliche Abnutzungsschäden aufgrund des Alters vor. Zudem waren die Fenster teilweise einfach verglast und nicht mehr dicht. Auch die Heizung war nicht länger regelbar, sodass im Winter die Temperaturen in den Räumen gemäß Arbeitsstättenrichtlinie nicht eingehalten werden konnten. Außerdem war das Leitungswassernetz stark korrodiert, die Vorschriften gemäß der Trinkwasserverordnung konnten zuletzt nicht weiter eingehalten werden. Bei den Abwasserleitungen (Schmutz- und Regenwasser) gab es altersbedingt häufig Rohrbrüche. Darüber hinaus war der Energieverbrauch des alten Gebäudes insbesondere wegen der nicht vorhandenen Wärmedämmung der Fenster und Fassaden immens hoch. An den Betonteilen lagen erhebliche Korrosionsschäden vor, die eine Betonsanierung zwingend erforderten. 2. Wann wurde das Marler Rathaus unter Denkmalschutz gestellt? Welche Auswirkungen hat der Denkmalschutz? Im Jahr 2013 wurde die Unterschutzstellung und Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Marl seitens der unteren Denkmalschutzbehörde verfügt. Der Rat der Stadt Marl hatte zunächst versucht, die Eintragung des Rathauses als Denkmal zu verhindern, sodass die Eintragung erst im November 2015 vollzogen wurde. Eine Löschung des Rathauses aus der Denkmalliste ist rechtlich nicht möglich. Bereits im Jahr 2018 hat der Landrat des Kreises Recklinghausen festgestellt, dass die Voraussetzungen zur Löschung der Eintragung des Rathauses in die Denkmalliste nicht gegeben sind. Ein Neubau des Rathauses an anderer Stelle kam vor dem Hintergrund der Erhaltungspflicht demnach nicht in Frage. 3. Warum wird die Rathaussanierung teurer als geplant? Wie sieht die aktuelle Kostenentwicklung aus? Ein Gutachten aus dem Jahr 2014 endete mit einer ersten Kostenschätzung in Höhe von rund 39 Mio. Euro. Tiefergehende Grundlagen wie Schadstoffgutachten, Gutachten Tragwerksplanung sowie weitergehenden Anforderungen aus dem Denkmalschutz etc. konnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend berücksichtigt werden. Nach dem Ratsbeschluss Ende 2015 wurden daher zunächst Fördermöglichkeiten geprüft und Fördermittelanträge gestellt. Im Rahmen der weiteren Planungsphasen der Vorplanung und Entwurfsplanung wurden die Kosten vertieft untersucht und führten in 2018 zu einer Kostenberechnung von ca. 70. Mio. Euro. Im Vergleich zur Kostenschätzung lagen die Ursachen für die erhöhten Kosten in den zusätzlich unvorhersehbar festgestellten Schäden am Bauwerk, Mehraufwendungen für einen erhöhten Brandschutz und der Statik sowie neuen Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung und neuen Erkenntnissen zur Fassadensanierung der beiden Rathaustürme. Die weitere Umsetzung der Sanierung verzögerte sich zunächst, weil ein Bürgerbegehren „Rathaussanierung stoppen“ Anfang 2019 eingereicht wurde. Der Rat der Stadt Marl erklärte dieses Bürgerbegehren im April 2019 zwar als unzulässig, allerdings wurde eine rechtlich formale Entscheidung erst im November 2019 durch das zuständige Verwaltungsgericht entschieden. Im Laufe des Jahres 2020 erfolgten die Auszüge der Verwaltung in die drei Interimsquartiere. Beginn der Einrichtung der Baustelle war im November 2020. Anschließend erfolgten die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen. Bedingt durch die Corona-Pandemie, den Ukrainekrieg mit Lieferengpässen sowie durch Fehlbohrungen einer Gerüstbaufirma am Tragwerk eines Gebäudeteils kam es zu erheblichen Zeitverzügen, die den geplanten Bauablauf derart gestört haben, dass der ursprüngliche Bauablaufplan komplett geändert werden musste. Die Bauzeitverzögerungen führten zu Nachträgen diverser Bau- und Planungsverträge. Im Rahmen der begonnenen Sanierung wurden außerdem immer wieder unvorhersehbare Schäden und Schadstofffunde bekannt, die zu weiteren Mehrkosten führten. Die aktuelle Kostenschätzung beträgt ca. 149 Mio. Euro (keine Kostenberechnung, sondern eine Kostenprognose). Bis Ende IV. Quartal 2024 wurden Rechnungen in Höhe von rund 53,4 Mio. Euro konkret bezahlt. 4. Erhält die Stadt Marl Fördermittel für die Sanierung des Rathauses? Ja. Land bzw. Bund haben für die Maßnahmen Fördermittel bereitgestellt: Zuwendungsbescheid Nr. 06/62/16 – Planungsbescheid: 3.716.440 Euro Zuwendungsbescheid Nr. 06/63/18 – BT Zentralgebäude: 5.060.000 Euro Zuwendungsbescheid Nr. 06/39/19 – Ergänzung BT Zentralgebäude: 1.523.000 Euro Zuwendungsbescheid Nr. 06/10/21 – Sitzungstrakt/Außenanlagen: 5.072.279 Euro Zuwendungsbescheid Nr. 06/100/22: Begegnungsstätte: 5.386.000 Euro 5. Saniert die Stadt Marl ihr Rathaus in Eigenregie? Nein. Die zwei Hängehochhäuser sowie das Zentralgebäude und der Sitzungstrakt werden im Auftrag der Stadt Marl nach Plänen von HPP als Generalplaner energetisch saniert. Die haustechnischen Anlagen plant und betreut ein Planungsbüro für Technische Gebäudeausrüstung (TGA). 6.Welche jährlichen Kosten entstehen durch die drei Stadthäuser als Interimsstandorte? Als Interimsstandorte während der Rathaussanierung nutzt die Stadt insgesamt drei Stadthäuser. Das Stadthaus 1 auf der ehemaligen Bergwerksfläche AV 3/7 im Stadtteil Hamm wurde käuflich erworben und saniert. Nach dem Freizug wird dieses Gebäude vermarktet und die Erlöse dem städtischen Haushalt zugeführt. Die beiden Stadthäuser 2 und 3 (Riegelhaus in der Stadtmitte und Bauturm an der Liegnitzer Str.) wurden bereits vor der Sanierung durch die Verwaltung genutzt. Hier entstehen der Verwaltung keine zusätzlichen Kosten. 7. Bis wann war die Fertigstellung des sanierten Rathauses ursprünglich geplant und welches Datum wird aktuell als realistischer Fertigstellungstermin genannt? Der erste abgestimmte Rahmenterminplan wurde 2019 erstellt. Damals rechnete die Stadt mit einer Bauzeit von 42 Monaten. De facto wurde der Baustellenbeginn im Oktober 2019 und die Fertigstellung im April 2023 terminiert. Im Laufe der Baustellentätigkeit kam es zu Bauzeitverzügen: Im Wesentlichen durch die Coronapandemie, den Ukrainekrieg und unvorhergesehene Schwierigkeiten der bauausführenden Firmen. Dadurch verlängert sich die Bauzeit, die Stadt rechnet aktuell mit einer Fertigstellung und Übergabe der Baumaßnahme im September 2027 für die beiden Türme und das Zentralgebäude (Bauabschnitt I) und liegt damit im aktuellen Zeitplan. Für den Sitzungstrakt (Bauabschnitt II) wird es wegen der notwendigen Umstellungen aus dem gestörten Bauablauf Zeitverzögerungen geben, er wird voraussichtlich erst im Jahr danach beziehbar sein. 8. Hat eine Firma durch Fehlbohrungen tragende Stahlseile am Sitzungstrakt des Rathauses beschädigt? Wie genau hat dieser Vorfall den Bauablauf verzögert und welche Mehrkosten sind dadurch entstanden? Ja, das stimmt. Es hat eine zeitliche Verzögerung gegeben und auch Mehrkosten. Da es sich um ein laufendes rechtliches Verfahren handelt, können dazu keine näheren Ausführungen gemacht werden. Grundsätzlich beabsichtigt die Stadt Marl den entstandenen Schaden rechtlich beim Verursacher geltend zu machen. 9. Wie sind die Probleme mit dem Estrich entstanden, und warum wurden sie nicht früher entdeckt, um kostspielige Nacharbeiten zu vermeiden? Welche Mehrkosten sind dadurch entstanden? Im Rahmen der Ausführung der Arbeiten der Estrichböden in Turm 1 (Juni 2024) wurden Mängel festgestellt. Die ausführende Firma wurde daraufhin zur Mängelbeseitigung aufgefordert, diese war wiederum mangelbehaftet. Die konkreten Folgekosten der erforderlichen Beseitigung der Mängel sowie die erneute zeitliche Verzögerung kann derzeit noch nicht beziffert werden. Auch hier befindet sich die Stadt in einem laufenden rechtlichen Verfahren. Grundsätzlich beabsichtigt die Stadt Marl den entstandenen Schaden rechtlich beim Verursacher geltend zu machen. 10. Ist es korrekt, dass aus statischen Gründen keine Dreifach-Verglasung in den Rathaustürmen eingebaut werden kann? Die Fenster in den Türmen sind in dreifacher Verglasung ausgeführt. Im Zentralgebäude werden die Fenster zweifach verglast, da wegen des Denkmalschutzes und der Profilstärke der Rahmen keine dreifache Verglasung möglich ist. 11. Stimmt es, dass die Heizung in den Rathaustürmen aus statischen Gründen von der Wand unter die Decke verlegt werden musste? Die Heiz- und Kühldecken werden deshalb eingebaut, weil die Fenster und Fassade nun wärmegedämmt wurden. Da wegen der Vorschriften der Arbeitsstättenrichtlinie die Raumtemperatur im Sommer nicht über 27 Grad Celsius sein sollen, werden die Heizdecken im Sommer auch zur Kühlung der Räume genutzt. Zudem wurde dieses System gewählt, um das Mehrgewicht der neuen Fassade zu kompensieren. 12. Warum ist die Architektur des Marler Rathauses so besonders? Anlass für den Neubau des Rathauses und des Stadtzentrums war der sprunghafte Anstieg der Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg von ca. 52.000 (1945) auf über 83.000 Einwohner (1957). Für die damit einhergehende Zunahme der Verwaltungsleistungen bot das alte Amtshaus in Alt-Marl nicht genügend Platz. Die Dienststellen der Verwaltung waren über die Stadt verteilt und sollten im neuen Rathaus wieder an einem Standort konzentriert werden. Das Rathaus sollte zugleich Mittelpunkt eines neuen Stadtzentrums sein, das die unterschiedlichen Stadtteile zu einer Stadteinheit verschmelzen und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer rasant wachsenden Stadt stärken sollte. Darüber hinaus war der Bau des neuen Rathauses verknüpft mit dem Wunsch, den Status einer kreisfreien Stadt zu erzielen. Die Architekten hatten die Aufgabe, nicht nur ein funktionales Verwaltungsgebäude zu gestalten, sondern auch seine Bedeutung als Symbol städtischer Selbstverwaltung zu verdeutlichen. Die Erwartungen waren hoch: Das neue Rathaus sollte „Inbegriff demokratisch-bürgerlicher Selbstverantwortung“ und „architektonischer Ausdruck einer demokratischen Gemeinschaft“ sein und „aus unbeteiligten Bewohnern aktive Bürger“ machen. 1957 wurde ein beschränkter europäischer Wettbewerb ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurde der Entwurf der beiden Architekten Johannes Hendrik van den Broek und Jacob Berend Bakema (Niederlande), die sich das Rathaus als „Stadtkrone“ vorstellten, um die sich die noch zu planende Stadtmitte in niedrigerer Bauweise entwickeln sollte. Zwei charakteristische Bauformen prägen das Rathaus: das frei gespannte Faltwerk aus Stahlbeton über den Sitzungssälen und die beiden Verwaltungstürme (von denen ursprünglich vier geplant waren). Die Türme sind über Brücken mit dem Zentralgebäude verbunden. Zwischen dem Zentralgebäude und dem Sitzungstrakt befindet sich ein L-förmiger Gebäudeteil mit den Diensträumen des Bürgermeisters und der Verwaltungsleitung sowie den Räumen für die Fraktionen im Rat der Stadt. Über den Sitzungssälen spannt sich frei ein 60 Meter langes und 28 Meter breites Faltwerk mit sieben V-förmigen Falten, dessen Dach aus einem Guss gefertigt wurde. Auch innen ist der Sitzungstrakt repräsentativ gestaltet: Die Fußbodenbeläge bestehen aus weißem Marmor und schwarzem Mipolam, die Wände sind ebenfalls mit weißem Marmor, Glasmosaiken und Afzeliaholz verkleidet oder zeigen Betonoberflächen. Im Erdgeschoss des Sitzungstraktes zeigt das Skulpturenmuseum Glaskasten seit 1979 eine Auswahl seiner Sammlung. Der ursprüngliche „kleine“ Glaskasten (ehemals das städtische Verkehrsbüro) wurde 1987 mit einem größeren Glaskasten umbaut und so um einen zusätzlichen Ausstellungsraum erweitert. Die Türme sind – als erste Bauten ihrer Art in der Bundesrepublik – als Hängehochhäuser konstruiert. Aus den Fundamenten wächst jeweils ein großer Betonkern mit Treppenhäusern und Aufzügen. Auf diesem Kern ruht ein „Pilzkopf“, an dem die Hängeglieder befestigt sind, die wiederum die Geschossdecken halten und den Türmen ihre feingliedrige Fassade geben. Türme und Faltwerk sind so gelagert, dass mögliche bergbaulich bedingte Setzungen ausgeglichen werden können. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10.11.1960, die Fertigstellung mit der Eröffnung des Zentralgebäudes am 19.07.1967. Bereits Mitte der 1980er-Jahre hielten die Hängeglieder der Rathaustürme den Witterungs- und Umweltbelastungen nicht mehr stand. Deshalb wurden in den Büros zusätzlich Stahlzugbänder eingezogen. Auch die Silhouette der Turmdächer wurde verändert. 13. Wie wird die örtliche Politik informiert? Nach dem Sanierungsbeschluss des Stadtrates wurde ein interfraktioneller Arbeitskreis „Lenkungskreis Rathaussanierung“ unter der Leitung des Bürgermeisters eingerichtet. Alle Fraktionen sind hier vertreten, deren Teilnahme gestaltet sich unterschiedlich. Darüber hinaus nehmen Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung (Bürgermeister, Leiter Amt für Gebäudemanagement, Rechnungsprüfungsamt, Fachämter, Personalrat) teil sowie die beauftragten Architekten von HPP und die beauftragte Projektsteuerin von BOS. Der Lenkungskreis kommt viermal im Jahr zusammen. In den Ratssitzungen gibt die Verwaltung den aktuellen Sachstand der Hochbauprojekte bekannt, auch zum Thema Rathaus. Dazu verfasst das Rechnungsprüfungsamt monatliche (nicht öffentliche) Controlling-Berichte zu den wichtigen Hochbauprojekten (Marschall 66, Rathaus, Goetheschule, Heinrich-Kielhorn-Schule etc.), die allen Ratsmitgliedern zugehen über die Fraktionsvorsitzenden. Die Öffentlichkeit wird über Pressemeldungen, den städtischen Newsletter und die Homepage informiert. Dazu finden regelmäßig öffentliche Baustellenbesichtigungen statt für die Bürgerschaft, die auf großes Interesse stoßen. Sinnbild für Offenheit und Demokratie Vor noch nicht einmal hundert Jahren aus einzelnen Gemeinden zu einer Stadt vereint, bekam Marl erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ein eigenes Stadtzentrum, gebaut „auf der grünen Wiese“. Sinnbild für die neue Innenstadt wurde der Rathauskomplex von Hendrik van den Broek und Jacob Bakema, die als Sieger aus einem internationalen Architekturwettbewerb hervorgingen. Der Entwurf galt als visionär und ultra-modern. Als architektonischer Ausdruck demokratisch-bürgerlicher Selbstverwaltung nutzten die Architekten die damals aktuellste Konstruktionstechnik. Doch die Marler Innenstadt erfüllt heute nicht alle Funktionen, die von ihr erwartet werden. Bürgerschaftliche, private und städtische Initiativen sollen, auf der Grundlage eines Handlungskonzeptes für die Stadtmitte, Strukturen optimieren, Marls Mitte städtebaulich aufwerten und die Aufenthaltsqualität erhöhen – und der Marler Innenstadt nun die Bedeutung geben, die ihr einst zugedacht war. Herzstück ist die energetische und barrierefreie Sanierung des Rathauses, das Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen in Zukunft als Haus der Begegnung offen steht. Das Rathaus Marl steht seit 2015 unter Denkmalschutz. Das Gebäude-Ensemble ist ein herausragendes Beispiel für die Architektur der Ruhrmoderne. Es wurde 2018 von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW als „Big Beautiful Building“ ausgezeichnet und gilt als „Symbol demokratischer Baukultur“, die Besucher nicht als Bittsteller, sondern selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger einer demokratischen Gesellschaft betrachtet.  Ein architektonisch einmaliges Gebäude Fotografin Susan Feind dokumentiert die Sanierung des Rathauses in Marl  Die freie Fotografin und Künstlerin Susan Feind beschäftigt sich seit Jahren mit der besonderen Architektur des Marler Rathauses. Die Duisburgerin erhielt von der Stadt Marl den Auftrag für die fotografisch-künstlerische Dokumentation der Rathaussanierung. In Marl ist Susan Feind längst keine Unbekannte mehr. Viele Bürgerinnen und Bürger kennen die Fotografin, die mit ihren Bildern bereits in der Vergangenheit den Wert des Baudenkmals sowie den individuellen Ausdruck und die Atmosphäre des Marler Rathauses eingefangen hat. „Ich freue mich sehr, die Sanierung dieses architektonisch einmaligen Gebäudes fotografisch begleiten zu dürfen. Die Idee, dass mit Hilfe der Architektur demokratisches Denken und Handeln gefördert wird, hat mich fasziniert und war Ausgangspunkt meiner architekturfotografischen Arbeit. Als studierte Architektin hat man eine Affinität zu Bauten. Ich fühle mich dort sehr wohl und mag die Herausforderung, die damit verbunden ist. Neben architekturfotografischen Grundlagen, wie der Ausgleich von stürzenden Linien, interessieren mich vor allem die Veränderungen des Gebäudes durch sich ändernde Lichtverhältnisse. Bei der fortschreitenden Sanierung des Marler Rathaus werden sich immer wieder neue Sichtweisen durch den sich ständig verändernden Raum ergeben.“ –  Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0000_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0245_©Susan Feind 2025_02_18_0161_©Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0219_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_12_07_0198_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0215 Foto: Susan Feind 2024_10_01_0382©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_12_07_0229©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_10_01_0058©Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_10_01_0092©Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0430©Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0371©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0157©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0134©Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0186©Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0167_©Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind Fotodokumentation: Rathaussanierung © Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0152 Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0303 Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0312 Foto: Susan Feind 2024_03_08_0001©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0057©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0102©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0117©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0150©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0221©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_03_08_0225©Susan Feind Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0004 Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0016 Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0057 Foto: Susan Feind 2024_01_20©Susan Feind_0064 Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind Foto: Susan Feind 025_02_18_0047_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0260_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0243_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0239_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0193_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0185_D©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0091_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0067_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_03_31_0054_©Susan Feind Foto: Susan Feind 2025_02_18_0126_©Susan Feind Foto: Susan Feind „Marl ist das deutsche Klein-Brasilia. Ich sah auf dem freien Felde das kühnste und verwegenste Rathaus der Deutschen stehen. (…) Ich begriff die Gewalt dieser Architektur, die mächtige Sprache der Formen. Ich war wie verzaubert vom Geist der Vernunft in Beton.“  Horst Krüger: Im Revier. Bilder aus dem Ruhrgebiet, in: Merkur, 1968 Treffpunkt Das Rathaus wird zur Begegnungsstätte Kaffee trinken mit direktem Blick auf den Citysee, Spiele in der städtischen Spieliothek ausleihen oder sich mit Freund*innen in der offenen Jugendgruppe verabreden: Das Marler Rathaus wird im glasumbauten Erdgeschoss sowie im Souterrain zur Begegnungsstätte für Bürger*innen, Vereine und Initiativen. Das sanierte Rathaus trägt so maßgeblich zu einer neuen Stadtmitte mit Aufenthalts- und Freizeitqualität bei – für alle Marler Bürger*innen.  Gastronomie & Kultur: Eines der Angebote der neuen Begegnungsstätte: das Bistro mit Kantine. Hier können sich zukünftig nicht nur städtische Mitarbeiter*innen, sondern auch Bürger*innen zu einem leckeren Mittagessen treffen, sich mitten in Marls Zentrum eine kleine Auszeit gönnen und dabei gleichzeitig Kunst bestaunen: Denn in die ganztägige Gastronomie wird unter anderem eine Ausstellungsfläche für Skulpturen integriert.  Freizeit & Engagement: 4.000 verschiedene Gesellschaftsspiele der Spieliothek ziehen bald in den Glaskasten unter dem Sitzungstrakt ein – und warten darauf, in der neuen Begegnungsstätte ausprobiert und ausgeliehen zu werden. Auf der gleichen Ebene sind Gruppenräume für offene Kinder- und Jugendarbeit, Vereine, Interessengemeinschaften oder bürgerschaftliches Engagement geplant. Und: Hier finden das Quartiersmanagement für das Stadtzentrum sowie das Citymanagement neue Büroräume.  Eine Lehrküche für offene Gruppen, ein Multifunktionsraum und ein Bewegungsraum im Souterrain der neuen Begegnungsstätte runden das neue Angebot für die Marler Stadtmitte ab.  Kaffee trinken mit direktem Blick auf den Citysee, Spiele in der städtischen Spieliothek ausleihen oder sich mit Freund*innen in der offenen Jugendgruppe verabreden: Das Marler Rathaus wird im glasumbauten Erdgeschoss sowie im Souterrain zur Begegnungsstätte für Bürger*innen, Vereine und Initiativen. Das sanierte Rathaus trägt so maßgeblich zu einer neuen Stadtmitte mit Aufenthalts- und Freizeitqualität bei – für alle Marler Bürger*innen.  Freizeit & Engagement: 4.000 verschiedene Gesellschaftsspiele der Spieliothek ziehen bald in den Glaskasten unter dem Sitzungstrakt ein – und warten darauf, in der neuen Begegnungsstätte ausprobiert und ausgeliehen zu werden. Auf der gleichen Ebene sind Gruppenräume für offene Kinder- und Jugendarbeit, Vereine, Interessengemeinschaften oder bürgerschaftliches Engagement geplant. Und: Hier finden das Quartiersmanagement für das Stadtzentrum sowie das Citymanagement neue Büroräume.  Eine Lehrküche für offene Gruppen, ein Multifunktionsraum und ein Bewegungsraum im Souterrain der neuen Begegnungsstätte runden das neue Angebot für die Marler Stadtmitte ab.  Gastronomie & Kultur: Eines der Angebote der neuen Begegnungsstätte: das Bistro mit Kantine. Hier können sich zukünftig nicht nur städtische Mitarbeiter*innen, sondern auch Bürger*innen zu einem leckeren Mittagessen treffen, sich mitten in Marls Zentrum eine kleine Auszeit gönnen und dabei gleichzeitig Kunst bestaunen: Denn in die ganztägige Gastronomie wird unter anderem eine Ausstellungsfläche für Skulpturen integriert.  „Und was das Rathaus angeht: Der Besucher wandelt durch ein fast expressionistisches Kunstwerk, ohne Wiederholung von Raumfolgen oder Details; nichts ist nach Katalog bestellt, alles ging über das Papier der Architekten.“ Otl Aicher: Ruhrgebiet. Man holt alles heraus und steckt und steckt nichts hinein, in: Die Zeit, 1967  „Die Stadt am Nordrand des Ruhrgebietes bietet einen ungewöhnlichen Blick auf die Architektur-Moderne der 1960er Jahre. Es ist ein Blick in die Welt des béton brut, wie sie der große Weltbaumeister Le Corbusier (mehr) propagierte, der urbanen Großzügigkeit und der Idee vom „Städtischen Leben im Grünen“. aus rheinische ART 03/2021 HISTORIE Die Idee: Ein Rathaus für die Zukunft Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg stand in Marl unter dem Zeichen eines mutigen Neuanfangs. Zentrale Aufgabe war zunächst der Wohnungsbau, doch auch ein neues städtisches Verwaltungsgebäude stand bald außer Frage. Denn die Bevölkerung wuchs rasant: 1950 lebten bereits 60.000 Einwohner*innen in Marl, acht Jahre später waren es 90.405. Das Ziel: Ein neues und großes Rathaus für die Zukunft. Schon 1923 hatte ein Gutachten 120. 000 Einwohner*innen für Marl prognostiziert. Deshalb errechnete die Verwaltung damals einen Bedarf von 468 Räumen für 611 Mitarbeiter*innen. Bei der Planung des neuen Rathauses dachte der Initiator, Bürgermeister Rudi Heiland, groß. Für das Rathaus wurde 1958 ein beschränkter Wettbewerb ausgeschrieben, an dem u.a. die bekannten Architekten J.H. van den Broek und J.B. Bakema aus Holland, Hans Scharoun (Berlin), Arne Jocobsen aus Dänemark und Alvar Aalto aus Finnland teilnahmen. Die Niederländer erhielten den 1. Preis. Sie wollten ein neues, modernes und zu der Zeit innovatives Gebäude-Ensemble realisieren.   HISTORIE Die Umsetzung: Bewunderung für architektonisches Kunstwerk Der Siegerentwurf für das neue Marler Rathaus fand nicht nur breite Zustimmung in der Bevölkerung, sondern auch viel Bewunderung über die Stadtgrenzen hinweg. Auf politischer Ebene hatte es anfangs Uneinigkeiten wegen der Kosten zwischen den Parteien gegeben – doch pünktlich zur Grundsteinlegung konnten sie ausgeräumt werden. Zahlreiche Bürger*innen strömten zu diesem besonderen Anlass und lauschten gespannt der feierlichen Rede von Bürgermeister Rudi Heiland. Als das Rathaus 1967 offiziell eröffnet wurde, war die Begeisterung in der Stadt groß –  die Menschen waren stolz auf das neue Rathaus. Auch unter zahlreichen Expert*innen wurde das Gebäude-Ensemble als architektonisches Kunstwerk gefeiert – mit seiner offenen Bauweise und einer beeindruckenden Innenausstattung in sattem schwarzem Leder, speziellem dunkelweißen Marmor, seltenem afrikanischen Holz und eigens gefertigten Mosaiken.  HISTORIE Das Rathaus als Verwaltungs- und Begegnungsstätte Mitten in der grünen Landschaft entstand in den 60er Jahren im jungen und aufstrebenden Marl mit dem neuen Rathaus eine Stadtkrone. Zwischen den Stadtteilen war reichlich Platz für eine großzügige architektonische Entwicklung. Das erste Haus am Platz wurde das Zentralgebäude des Rathauses: Es bildet den Knotenpunkt einer verästelten Wegeführung mit den Zugängen zu den Bürotürmen und zwei grünen Innenhöfen. Vom Rathaus-Vorplatz für Freiluftveranstaltungen führt eine imposante Freitreppe hinauf zur Eintrittshalle und den Versammlungssälen. Um sie herum legen sich L-förmig die Büros für die Stadtspitze. Hinter den Mauern und Türen wurde damals jedoch nicht nur gearbeitet: Die großzügigen Säle nutzten die Mitarbeiter*innen und Bürger*innen als kostenlosen Treffpunkt für Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Das erste Fest im neuen Rathaus war das Frühlingsfest der Stadtgartengesellschaft – und es sollte lange nicht das letzte sein, viele weitere Veranstaltungen folgten. Nach den Sanierungsarbeiten soll das Rathaus nun wieder lebendig und nach vielen Jahren erneut zur Begegnungsstätte werden, die alle Bewohner*innen Marls an einem gemeinsamen Treffpunkt vereint. CHRONOLOGIE DER RATHAUSSANIERUNG 2015 Bewertung der HandlungsalternativenEine erste gutachterliche Betrachtung im April kommt zu dem Ergebnis: Eine Sanierung des Rathauses sei „nach allen methodischen Betrachtungen wirtschaftlicher als ein Neubau an gleicher Stelle“. Die prognostizierten Kosten für eine Sanierung belaufen sich bei einer Kooperation mit einem privaten Partner auf knapp 39 Millionen Euro gegenüber ca. 50,5 Millionen Euro für einen Neubau. Die Stadt empfiehlt, die Sanierung anzugehen und als Komplettpaket ausschreiben. Ratsbeschluss Am 22. Oktober beschließt der Rat der Stadt die Sanierung des Rathauses.  DenkmalschutzEnde des Jahres wird die Stadt Marl angewiesen, das Rathaus unter Denkmalschutz zu stellen – dazu gehört auch der Creiler Platz „samt bauzeitlichem Mobiliar“ (Wasserbecken, Uhr, Bänke, etc.). Zuvor hatte sich der Rat mehrfach gegen die Aufnahme in die Denkmalliste ausgesprochen. 2016 Zuwendungsbescheid Einen Zuwendungsbescheid über 4.045.000 Euro für Planungsleistungen zur energetischen und barrierefreien Sanierung des Rathauses bekommt die Stadt Marl im Oktober aus dem Förderprogramm Stadtumbau West des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit werden die Planungsleistungen zu 80 Prozent vom Land gefördert. Vertrag über Planungsleistungen Die Stadt Marl schließt im Dezember einen Vertrag über Planungsleistungen mit der HPP International Planungsgesellschaft mbH, die im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten hat. 2017 Interimslösung Der Rat beschließt im Juli, Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Auguste Victoria 3/7 zu kaufen. Während der Rathaussanierung werden Ämter der Stadtverwaltung dorthin umziehen.    Erste Kostenschätzung Die Sanierungskosten erhöhen sich von ursprünglich 44,6 Millionen Euro auf 54,7 Millionen Euro – das schätzt der Generalplaner der HPP International Planungsgesellschaft im November. 2018 Plausibilisierte Kostenberechnung Der Sanierungsaufwand erhöht sich auf insgesamt ca. 70 Millionen Euro: Zu dem Ergebnis kommt eine plausibilisierte und belastbare Kostenberechnung im September. Die Ursachen: Erforderliche Mehraufwendungen für den Brandschutz und die Statik sowie verschärfte Energieeinsparverordnung und weitere Erkenntnisse zur Fassade. 2019 Bürgerbegehren Die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Rathaussanierung stoppen!“ reichen am 20. Februar 2019 insgesamt 5.144 Unterstützungsunterschriften ein. Damit ist das erforderliche Quorum (4.118) erreicht. Das Begehren ist jedoch aus Sicht der Stadtverwaltung rechtlich nicht zulässig, weil es nicht rechtzeitig eingereicht wurde und die Fragestellung zu ungenau ist. Der Rat stellt am 11. April die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens fest – gestützt auf die juristische Expertise einer auf öffentliches Recht spezialisierten Anwaltskanzlei. Am 13. November bestätigt das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in mündlicher Verhandlung die Entscheidung des Rates. 2020 Umzüge  Das Rathaus wird schrittweise freigezogen. Die letzten Ämter ziehen im Herbst aus. Die Verwaltung ist jetzt in drei Gebäuden untergebracht: im neuen Stadthaus 1 (auf dem Gelände der Schachtanlage Auguste Victoria 3/7), im Stadthaus 2 (dem sogenannten Riegelhaus am Einkaufszentrum Marler Stern) und im Stadthaus 3 (dem sogenannten Bauturm in der Liegnitzer Straße). Beginn der Sanierungsarbeiten Mit der Aufstellung des Bauschildes und der Einrichtung der Baustelle beginnen Anfang November nach intensiver Planung und Vorbereitung die Bauarbeiten zur Rathaussanierung. 2021 März Der Turm 1 des Rathauses ist komplett eingerüstet und die einzelnen Etagen werden zurückgebaut. Hier wird die Betonsanierung sowie die Abbruch- und Schadstoffsanierung durchgeführt. Der Turm 2 befindet sich in den Vorarbeiten zur Gerüstaufstellung. Zudem wurde damit begonnen, das Zentralgebäude einzurüsten. 2022 Februar Die Bauarbeiten zur denkmalgerechten Sanierung des Marler Rathauses laufen weiter auf Hochtouren. Der erste der beiden Bürotürme ist vollständig entkernt und wird von innen ausgebaut, der zweite Turm wird eingerüstet. Im Frühjahr geht es im Sitzungstrakt los. Darauf wird sich nun vorbereitet. April Die Sanierung geht in die nächste Phase: Mit den Arbeiten an Sitzungstrakt und Glaskasten beginnt der zweite Bauabschnitt. Schwerpunkte sind die Entstehung einer neuen Begegnungsstätte und die Erneuerung der Haustechnik. Die Arbeiten dauern voraussichtlich zwei Jahre.   2023 Die Fassade am Turm 1 ist fertiggestellt und das Gerüst wird abgebaut. Das Zentralgebäude ist bereits von innen aus- und wieder zurückgebaut. Auch die Schadstoffsanierung ist hier bereits abgeschlossen. Der Turm 2 ist ebenfalls zurückgebaut und schadstoffsaniert. 2024 Der Innenausbau im Turm I ist zum Großteil fertiggestellt. Im Rahmen der Estricharbeiten in Turm I wurden im Juni Mängel festgestellt. Daraus ergeben sich zeitliche Verzögerungen. Im Zentralgebäude wurden die Glasfassaden neu eingebaut. Zudem wurden die Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten aufgenommen. Ebenfalls startete der Neuausbau der Sheddachkonstruktion. Die Restaurierung der Fenster ist abgeschlossen. Die Außenfassade wird in der Planung neu bearbeitet. Am Turm II ist die Außenfassade und die Dachsanierung fertiggestellt. Der Innenausbau hat begonnen. Der Rückbau im Sitzungstrakt ist größtenteils abgeschlossen. Die neue Gerüstgestellung ist erfolgt und für weitere Arbeiten freigegeben. 2025 Im Turm I wurde zu Beginn des Jahres die Heizkühldecke installiert. Der mangelhafte Estrich soll demontiert werden. Die Ausschreibungen sind in Vorbereitung. Die Stufen der Freitreppe des Sitzungstraktes werden voraussichtlich im Herbst demontiert und neu aufgebaut. Am Turm II ist die Außenfassade und die Dachsanierung fertiggestellt. Der Innenausbau hat begonnen. Der Rückbau im Sitzungstrakt ist größtenteils abgeschlossen. Die neue Gerüstgestellung ist erfolgt und für weitere Arbeiten freigegeben. 2015 Bewertung der HandlungsalternativenEine erste gutachterliche Betrachtung im April kommt zu dem Ergebnis: Eine Sanierung des Rathauses sei „nach allen methodischen Betrachtungen wirtschaftlicher als ein Neubau an gleicher Stelle“. Die prognostizierten Kosten für eine Sanierung belaufen sich bei einer Kooperation mit einem privaten Partner auf knapp 39 Millionen Euro gegenüber ca. 50,5 Millionen Euro für einen Neubau. Die Stadt empfiehlt, die Sanierung anzugehen und als Komplettpaket ausschreiben. Ratsbeschluss Am 22. Oktober beschließt der Rat der Stadt die Sanierung des Rathauses.  DenkmalschutzEnde des Jahres wird die Stadt Marl angewiesen, das Rathaus unter Denkmalschutz zu stellen – dazu gehört auch der Creiler Platz „samt bauzeitlichem Mobiliar“ (Wasserbecken, Uhr, Bänke, etc.). Zuvor hatte sich der Rat mehrfach gegen die Aufnahme in die Denkmalliste ausgesprochen. 2016 Zuwendungsbescheid Einen Zuwendungsbescheid über 4.045.000 Euro für Planungsleistungen zur energetischen und barrierefreien Sanierung des Rathauses bekommt die Stadt Marl im Oktober aus dem Förderprogramm Stadtumbau West des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit werden die Planungsleistungen zu 80 Prozent vom Land gefördert. Vertrag über Planungsleistungen Die Stadt Marl schließt im Dezember einen Vertrag über Planungsleistungen mit der HPP International Planungsgesellschaft mbH, die im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten hat. 2017 Interimslösung Der Rat beschließt im Juli, Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Auguste Victoria 3/7 zu kaufen. Während der Rathaussanierung werden Ämter der Stadtverwaltung dorthin umziehen.    Erste Kostenschätzung Die Sanierungskosten erhöhen sich von ursprünglich 44,6 Millionen Euro auf 54,7 Millionen Euro – das schätzt der Generalplaner der HPP International Planungsgesellschaft im November. 2018 Plausibilisierte Kostenberechnung Der Sanierungsaufwand erhöht sich auf insgesamt ca. 70 Millionen Euro: Zu dem Ergebnis kommt eine plausibilisierte und belastbare Kostenberechnung im September. Die Ursachen: Erforderliche Mehraufwendungen für den Brandschutz und die Statik sowie verschärfte Energieeinsparverordnung und weitere Erkenntnisse zur Fassade. 2019 Bürgerbegehren Die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Rathaussanierung stoppen!“ reichen am 20. Februar 2019 insgesamt 5.144 Unterstützungsunterschriften ein. Damit ist das erforderliche Quorum (4.118) erreicht. Das Begehren ist jedoch aus Sicht der Stadtverwaltung rechtlich nicht zulässig, weil es nicht rechtzeitig eingereicht wurde und die Fragestellung zu ungenau ist. Der Rat stellt am 11. April die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens fest – gestützt auf die juristische Expertise einer auf öffentliches Recht spezialisierten Anwaltskanzlei. Am 13. November bestätigt das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in mündlicher Verhandlung die Entscheidung des Rates. 2020 Umzüge  Das Rathaus wird schrittweise freigezogen. Die letzten Ämter ziehen im Herbst aus. Die Verwaltung ist jetzt in drei Gebäuden untergebracht: im neuen Stadthaus 1 (auf dem Gelände der Schachtanlage Auguste Victoria 3/7), im Stadthaus 2 (dem sogenannten Riegelhaus am Einkaufszentrum Marler Stern) und im Stadthaus 3 (dem sogenannten Bauturm in der Liegnitzer Straße). Beginn der Sanierungsarbeiten Mit der Aufstellung des Bauschildes und der Einrichtung der Baustelle beginnen Anfang November nach intensiver Planung und Vorbereitung die Bauarbeiten zur Rathaussanierung. 2021 März Der Turm 1 des Rathauses ist komplett eingerüstet und die einzelnen Etagen werden zurückgebaut. Hier wird die Betonsanierung sowie die Abbruch- und Schadstoffsanierung durchgeführt. Der Turm 2 befindet sich in den Vorarbeiten zur Gerüstaufstellung. 2022 Februar Die Bauarbeiten zur denkmalgerechten Sanierung des Marler Rathauses laufen weiter auf Hochtouren. Der erste der beiden Bürotürme ist vollständig entkernt, der zweite Turm wird eingerüstet. Im Frühjahr geht es im Sitzungstrakt los. April Die Sanierung geht in die nächste Phase: Mit den Arbeiten an Sitzungstrakt und Glaskasten beginnt der zweite Bauabschnitt. Schwerpunkte sind die Entstehung einer neuen Begegnungsstätte und die Erneuerung der Haustechnik. Die Arbeiten dauern voraussichtlich zwei Jahre. 2023 Die Fassade am Turm 1 ist fertiggestellt und das Gerüst wird abgebaut. Das Zentralgebäude ist bereits von innen aus- und wieder zurückgebaut. Auch die Schadstoffsanierung ist hier bereits abgeschlossen. Der Turm 2 ist ebenfalls zurückgebaut und schadstoffsaniert. 2024 Der Innenausbau im Turm I ist zum Großteil fertiggestellt. Im Rahmen der Estricharbeiten in Turm I wurden im Juni Mängel festgestellt. Daraus ergeben sich zeitliche Verzögerungen. Im Zentralgebäude wurden die Glasfassaden neu eingebaut. Zudem wurden die Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten aufgenommen. Ebenfalls startete der Neuausbau der Sheddachkonstruktion. Die Restaurierung der Fenster ist abgeschlossen. Die Außenfassade wird in der Planung neu bearbeitet. Am Turm II ist die Außenfassade und die Dachsanierung fertiggestellt. Der Innenausbau hat begonnen. Der Rückbau im Sitzungstrakt ist größtenteils abgeschlossen. Die neue Gerüstgestellung ist erfolgt und für weitere Arbeiten freigegeben. 2025 Im Turm I wurde zu Beginn des Jahres die Heizkühldecke installiert. Der mangelhafte Estrich soll demontiert werden. Die Ausschreibungen sind in Vorbereitung. Die Stufen der Freitreppe des Sitzungstraktes werden voraussichtlich im Herbst demontiert und neu aufgebaut. Am Turm II ist die Außenfassade und die Dachsanierung fertiggestellt. Der Innenausbau hat begonnen. Der Rückbau im Sitzungstrakt ist größtenteils abgeschlossen. Die neue Gerüstgestellung ist erfolgt und für weitere Arbeiten freigegeben. ARCHITEKTUR Ein Symbol demokratischer Baukultur Das „kühnste und verwegenste Rathaus der Deutschen“, eine „imponierende Vereinigung von verhalten-monumentaler Repräsentanz und architektonischer Grazie“: Das Lob von Architekt*innen, Kunstwissenschaftler*innen, Soziolog*innen und der Fachpresse für das neu gebaute Marler Rathaus in den 60er Jahren war überschwänglich. Ziel war es, einen „architektonischen Ausdruck einer demokratischen Gemeinschaft“ zu gestalten. So sollte die Architektur des Rathauses nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ganz bewusst Strukturelemente traditioneller Herrschaftsarchitektur umgehen – sozusagen ein Gegenpol zur imposanten und markanten Architektur der Nationalsozialisten. Bis heute ist das Marler Rathaus nicht nur ein funktionales Verwaltungsgebäude, sondern Treffpunkt von Politik und Bürgerschaft. Es gilt als „Symbol demokratischer Baukultur“ und steht seit 2015 unter Denkmalschutz.   Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges zogen immer mehr Menschen nach Marl. Kein Wunder, dass schon bald ein größeres Rathaus notwendig wurde. 1958 lobte die Stadt Marl unter zwölf zum Teil international bekannten Architekten einen Wettbewerb für ein neues Rathaus aus. In den Wettbewerbsunterlagen hieß es: „Das Rathaus soll als beherrschende Dominante […] der Stadt ihr Gesicht geben. […] Das Dominante muss in der unverwechselbaren Einmaligkeit und in der Ausdrucksfähigkeit liegen“. Am Ende konnten die niederländischen Architekten Johannes Hendrik van den Broek und Jacob Berend Bakema diese Erwartungen erfüllen. Die Jury war begeistert und beurteilte den Entwurf als eine „hervorragende technische und künstlerische Leistung“. Warum? Einfach weiterlesen!      Die Architekten stellten sich das Rathaus als „Stadtkrone“ vor. Das bedeutet: Die Stadtmitte Marls, die sich zu der Zeit noch in der Planung befand, sollte sich in niedrigerer Bauweise rund um den neuen Rathauskomplex entwickeln. Und dieser Komplex besteht aus mehreren Elementen: der repräsentative Sitzungssaal, das Zentralgebäude für die kommunalen Dienstleistungen sowie zwei statt ursprünglich vier geplanten Dezernatstürme. Auffällig: Das Rathaus ist kein massiver Zweckbau, so wie es bis zum Ende des zweiten Weltkrieges üblich war – ganz im Gegenteil. Die Architekten setzten neue Maßstäbe und planten das Rathaus in einer offenen Bauweise, die symbolisch für einen demokratischen Neuanfang und eine offene und freie Stadtgesellschaft stehen sollte. Die verschiedenen Bauwerke des Rathauses sind locker durch Brücken miteinander verknüpft – große Fenster, Wände aus Glas, Höfe und Durchbrüche lassen die Gebäude offen erscheinen. Eine weitere Besonderheit: Das Rathaus fügt sich ganz natürlich in seine Umgebung ein.  ARCHITEKTUR Die hängenden Türme  Die beiden Bürotürme sind das Erkennungsmerkmal des Marler Rathauses. Als erste Bauten ihrer Art in Deutschland sind sie als Hängehochhäuser konstruiert worden – und gelten mit ihrer vorgehängten Fassade als kühne Konstruktion. 14 Jahre nach der Fertigstellung des neuen Rathauses wurden erste Schäden an den Türmen entdeckt. So musste eine zweite innenliegende Aufhängung gebaut werden, um die ursprüngliche Konstruktion zu entlasten. Noch heute prägen die zwei Rathaustürme die Marler Stadtmitte: Der erste Turm ragt mehr als 35 Meter über das Zentralgebäude hinaus, Turm II mehr als 42 Meter.  ARCHITEKTUR Ein prägender und repräsentativer Ort Hier werden zentrale und wichtige Entscheidungen für die Stadt getroffen: im Sitzungstrakt, eines der prägenden Elemente des Rathauses. Die große Halle ist von einem 60 Meter langen und 28 Meter breitem Faltwerk aus Stahlbeton überdacht. Direkt darunter befinden sich der Ratssaal, zwei Sitzungssäle und das Foyer mit Nebenräumen. Das Besondere am Betondach: Es ist aus einem Guss gefertigt und die sieben v-förmigen Falten entlasten das massive Dach.  In die Säle des Sitzungstraktes strahlt viel Tageslicht. Das ist der speziellen Ausrichtung des Faltdachs zu danken – die Dachfalten reichen von einer Schmalseite zur anderen über die maximale Länge hinweg. Trotz des Betons wirkt der Bau weit geöffnet, denn das Obergeschoss ist vom Dach durch einen breiten Glasstreifen getrennt. So scheint das Dach des Sitzungstraktes zu schweben. Die Räume gehen fließend ineinander über: Wände setzen sich ab einer Höhe von 3 Metern bis zum Faltdach als Glaswände fort. Die Scheiben aus Glas ermöglichen somit aus jedem Raum einen Blick auf die gesamte Länge des Faltdachs. Und nicht nur diese Sicht ist außergewöhnlich, sondern ebenso die Nutzung hochwertiger Baumaterialien im Innenausbau. So dominieren im Sitzungstrakt und in dem ihn L-förmig umschließenden Gebäudeteil hochwertiger Marmor, exklusive Holzvertäfelungen und feine Wandmosaiken in wechselnden Farbtönen.   DATEN & FAKTEN m² Böden 4.500 m² Decken 9.700 Türen 500 m² Wände 1.300 werden im Zuge der Rathaussanierung erneuert. MATERIALIEN Eingangshalle_Rathaus, Foto: StadtarchivMarmor & Leder: Hochwertiger, französischer Marmor schmückt sowohl im Sitzungstrakt als auch im Zentralgebäude die Fassaden. Auch der Boden des Foyers und der Säle ist mit weißem Marmor bedeckt. Außerdem sind für das Marler Rathaus die Sitzgelegenheiten extra angefertigt worden: Es handelt sich dabei um elegante, schalenförmige Sessel aus schwarzem Leder. Eingangshalle_Rathaus, Foto: Stadtarchiv Marmor & Leder: Hochwertiger, französischer Marmor schmückt sowohl im Sitzungstrakt als auch im Zentralgebäude die Fassaden. Auch der Boden des Foyers und der Säle ist mit weißem Marmor bedeckt. Außerdem sind für das Marler Rathaus die Sitzgelegenheiten extra angefertigt worden: Es handelt sich dabei um elegante, schalenförmige Sessel aus schwarzem Leder. Großer Sitzungssaal_1964, Foto: Stadtarchiv Marmor & Leder: Hochwertiger, französischer Marmor schmückt sowohl im Sitzungstrakt als auch im Zentralgebäude die Fassaden. Auch der Boden des Foyers und der Säle ist mit weißem Marmor bedeckt. Außerdem sind für das Marler Rathaus die Sitzgelegenheiten extra angefertigt worden: Es handelt sich dabei um elegante, schalenförmige Sessel aus schwarzem Leder. Rathaus_Stadtkasse_1965, Foto: Stadtarchiv Holz: Für die Fassaden- und Bürogestaltung des Marler Rathauses wurde das afrikanische Afzeliaholz benutzt. Die dunkle Holzverschalung bildet dabei ein gelungenes Gegengewicht zu der kühlen, geradlinigen Innenausstattung mit den hellen Böden und dem Sichtbeton. Mosaike im Rathaus, Foto: Susan Feind Mosaike: Ob im Sitzungstrakt oder in den Sanitärblöcken: Feine Mosaike in wechselnden Farbtönen zieren verschiedene Wände im Marler Rathaus – und sorgen obendrein für eine bessere Akustik. Auch in den Außenanlagen sind Mosaike zu finden: So sind verschiedenfarbige Exemplare aus Glas an Betonbänken und Lichtsäulen angebracht. Mosaike im Rathaus, Foto: Susan Feind Mosaike: Ob im Sitzungstrakt oder in den Sanitärblöcken: Feine Mosaike in wechselnden Farbtönen zieren verschiedene Wände im Marler Rathaus – und sorgen obendrein für eine bessere Akustik. Auch in den Außenanlagen sind Mosaike zu finden: So sind verschiedenfarbige Exemplare aus Glas an Betonbänken und Lichtsäulen angebracht. Luftbild_Rathaus Kupfer: Die Dächer der verschiedenen Gebäudekomplexe sind mit Kupfer verkleidet. So bestehen sowohl das Faltwerk auf dem Dach des Zentralgebäudes als auch die Dächer der beiden Bürotürme aus Kupfer. Der Eingang des Zentralgebäudes wird zudem durch eine Reihe von sieben kupferverkleideten Dreiecksgiebeln betont. Rathaus_1968, Foto: Stadtarchiv Kupfer: Die Dächer der verschiedenen Gebäudekomplexe sind mit Kupfer verkleidet. So bestehen sowohl das Faltwerk auf dem Dach des Zentralgebäudes als auch die Dächer der beiden Bürotürme aus Kupfer. Der Eingang des Zentralgebäudes wird zudem durch eine Reihe von sieben kupferverkleideten Dreiecksgiebeln betont. Rathaus_Baustelle_1965, Foto: Stadtarchiv Beton, Stahl, Aluminium & Glas: Das Marler Rathaus gilt als kühne Konstruktion aus Stahlbeton: Sichtbarer Ortbeton, Glas und Betonsteine betonen den Charakter als Nutzbau, für die Fenster ist langlebiges Aluminium verwendet worden. Ratssaal_Unterbau, Foto: Stadtarchiv Beton, Stahl, Aluminium & Glas: Das Marler Rathaus gilt als kühne Konstruktion aus Stahlbeton: Sichtbarer Ortbeton, Glas und Betonsteine betonen den Charakter als Nutzbau, für die Fenster ist langlebiges Aluminium verwendet worden. Rathaustürme, Foto: Stadt Marl Beton, Stahl, Aluminium & Glas: Das Marler Rathaus gilt als kühne Konstruktion aus Stahlbeton: Sichtbarer Ortbeton, Glas und Betonsteine betonen den Charakter als Nutzbau, für die Fenster ist langlebiges Aluminium verwendet worden. Dokumente Sie möchten noch mehr Infos zur Rathaussanierung? Hier gibt es Dokumente und Presseinformationen rund um das Marler Rathaus.  Daten und Fakten zum RathausWie groß ist das Baugrundstück? Wie viele Tonnen Beton wurden für Sitzungstrakt oder Zentralgebäude verbaut? Das und mehr erfahren Sie in dieser PDF. FAQs zur RathaussanierungWarum wird das Marler Rathaus saniert? Welche Fördermittel erhält die Stadt dafür? Und wie wird über die Sanierung informiert? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es ab sofort hier! Das Rathaus aus Sicht der Städtebauer und Architekten Die Architektur des Rathauses wurde überschwänglich gelobt. Lesen Sie die Statements von Städtebauern und die Architekten.  Die Auswirkungen der Sanierung auf den städtischen HaushaltWie wirkt sich die Rathaussanierung auf den Haushalt der Stadt Marl aus? Und wie sind die Auswirkungen auf den Ergebnishaushalt, Finanzhaushalt und auf die Bilanz der Stadt Marl? Antworten gibt es hier! Medieninformationen aktuelle Medieninformationen Rathaussanierung macht weitere Fortschritte(22.11.2025) Rathaussanierung: Thomas Terhorst will Transparenz schaffen (09.11.2025) Rathaus – ein Stück Architekturgeschichte kehrt zurück(15.10.2025) Stadt informiert zum Stand der Rathaussanierung(02.09.2025) Leitungskräfte besichtigen Rathaus-Baustelle(29.08.2025) Blick hinter die Kulissen beim Tag der Städtebauförderung(12.05.2025) Rathaus: Exklusive Führung durch die Großbaustelle(27.03.2025) Stadt gibt erneut Einblicke in die Rathaus-Baustelle(24.09.2024) Termine für Rathausführungen ausgebucht(17.07.2024) Marler Rathaus: Neue Termine für Führungen nach Sommerferien(12.07.2024) Rathausführung: Blick hinter die Kulissen(06.05.2024) Sanierung des Rathauses kommt gut voran(13.03.2024) Rathaus Marl: LWL-Film rückt Geschichte und Architektur in den Blick(31.01.2024) Sanierung des Marler Rathauses geht weiter voran(29.11.2023) Sanierung des Rathauses wird teurer(15.09.2023) Stadtplanungsausschuss besichtigt Rathausbaustelle(14.09.2023) Ein Blick hinter die Kulissen(22.05.2023) Bürgermeister lädt wieder zu Rathausführungen ein(31.03.2023)  Rathaussanierung: Fertigstellung in 2026(07.03.2023) 5,4 Mio. Euro für die Rathaussanierung(31.10.2022) Großes Interesse an Rathausführungen(29.06.2022) Rathaussanierung geht in nächste Phase(26.04.2022) Rathaussanierung: Jetzt zur Foto-Aktion anmelden!(09.03.2022) Rathaussanierung läuft auf Hochtouren(22.02.2022) Rat stellt zusätzliche Gelder für Rathaus-Sanierung bereit(26.11.2021) Foto-Dokumentation zur Rathaussanierung(11.06.2021) 5,4 Millionen Euro für die Rathaussanierung(09.04.2021) Die Rathaussanierung nimmt Fahrt auf(03.12.2020) Rathaussanierung: Jetzt geht’s los!(29.10.2020) Stadt begrüßt Urteil zum Bürgerbegehren(13.11.2019) Rathaussanierung: Bürgerbegehren ist rechtlich nicht zulässig(03.04.2019) Bürgerbegehren zur Rathaus-Sanierung nicht zulässig(10.12.2018) Rathaussanierung: Planer legen erstmals Kostenberechnung vor(11.09.2018) Sanierung des Rathaus wird teurer als geplant(10.11.2017) Verwaltung zieht für Rathaus-Sanierung auf AV 3/7 ein(07.07.2017) „Meilenstein für die Sanierung des Rathauses ist gesetzt“(19.12.2016) Soziales Rathaus im Skulpturenmuseum?(30.11.2016) Stadt erhält ersten Zuschuss für die Sanierung des Rathauses(12.10.2016) Rat beschließt Sanierung des Rathauses(22.10.2015) Gutachten zum Rathaus liegt vor(14.04.2015) Rathaus: Entscheidung über Denkmalschutz steht noch aus(17.07.2013) Rathaus soll kein Denkmal werden(13.03.2013) Experten sollen Kosten für Rathaus-Sanierung ermitteln(15.02.2013) Die Sanierung des Rathauses rückt näher(11.02.2013) weitere Medieninformationen Foto-Dokumentation zur Rathaussanierung(11.06.2021) 5,4 Millionen Euro für die Rathaussanierung(09.04.2021) Die Rathaussanierung nimmt Fahrt auf(03.12.2020) Rathaussanierung: Jetzt geht’s los!(29.10.2020) Stadt Marl begrüßt Urteil zum Bürgerbegehren(13.11.2019) Rathaussanierung: Bürgerbegehren ist rechtlich nicht zulässig(03.04.2019) Bürgerbegehren zur Rathaussanierung nicht zulässig(10.12.2018) Rathaussanierung: Planer legen erste Kostenberechnung vor(11.09.2018) Sanierung des Rathauses wird teurer als geplant(10.11.2017) Verwaltung zieht für Rathaus-Sanierung auf AV 3/7 ein(07.07.2017) „Meilenstein für die Sanierung des Rathauses ist gesetzt“(19.12.2016) Soziales Rathaus im Skulpturenmuseum?(30.11.2016) Stadt erhält ersten Zuschuss für die Sanierung des Rathauses(12.10.2016) Rat beschließt Sanierung des Rathauses(22.10.2015) Gutachten zum Rathaus liegt vor(14.04.2015) Rathaus: Entscheidung über Denkmalschutz steht noch aus(17.07.2013) Rathaus soll kein Denkmal werden(13.03.2013)  Experten sollen Kosten für die Rathaus-Sanierung ermitteln(15.02.2013) Die Sanierung des Rathauses rückt näher(11.02.2013)  Gefördert durch
de
de
1772497924
https://rathaus-marl.de

Edit your site?

What are you doing?

0.0044550895690918


Webdirectory
Webdirectory

Webdirectory
Stadt Marl
Webdirectory